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Bambus- der Rohstoff

Es gibt ca. 1500 verschiedene Bambusarten, die vor allem in Südostasien beheimatet sind. Aber auch in Südamerika und Afrika ist Bambus zu finden und zählt zu den ältesten Baumaterialien. Das Wort Bambus wurde vom indischen Wort "Mambu" abgeleitet und von dem schwedischen Arzt und Naturwissenschaftler Carl von Linné Mitte des 18. Jahrhunderts als botanische Bezeichnung für das Riesengras eingeführt. 

Bambus - Gras oder Holz?

 

Bambus wird botanisch den Gräsern (Gramineen) zugeordnet, chemisch ist diese Pflanze als Holz klassifiziert. Hauptbestandteile sind u. a. 70% Zellulose und 25% Lignin, ein organischer Stoff, der sich in die pflanzliche Zellwand einlagert und die Verholzung der Pflanzenzellen bewirkt. Daher lässt sich Bambus wie Holz verarbeiten. Für Möbel, Gebrauchs- und Dekorationsartikel und für Bodenbeläge, als Parkett für Innenräume wie auch für Terrassendielen ist Bambus ein idealer Rohstoff.

Bambus - vielseitig und immer verfügbar

 

Bambus ist eine sehr vielfältig verwendbarer, natürlicher Rohstoff, der auf Grund der besonderen Wachstumseigenschaften der Pflanze als unerschöpfliche Ressource gilt.

Wer kennt sie nicht, die Bambussprossen aus der asiatischen Küche
oder die immer wieder bewunderten Baugerüste, auf denen Menschen in schwindelerregenden Höhen arbeiten. Darüber hinaus dient Bambus den Menschen als Material für Gebrauchsgegenstände, als Brennstoff oder einfach als Zierpflanze im Garten. Auch bei uns gewinnt Bambus als Material in der Bau- und Möbelindustrie immer mehr an Bedeutung. 

Bambus - Die Pflanze für's Parkett

 

Bambus benötigt einen nährstoffreichen, sauren, lehmigen Boden und viel Wasser. Diese Wachstumsbedingungen sind gerade im östlichen Zentralchina zu finden. Hier wird zur Herstellung von Parkett die Bambusart "Phyllostachys Pubescens" angebaut. Die Pflanzenstängel können bis zu 30 m hoch werden und erreichen einen Durchmesser von mehr als 15 cm.  Bambus bildet ein dichtes Wurzelgeflecht (Rhizom), aus dem sich im Frühjahr Triebe bilden, die sehr schnell wachsen - bis zu 30 cm am Tag! Nach fünf Jahren sind die Pflanzenstängel ausreichend verholzt und können geerntet werden. Die Ernte erfolgt in den kühlen und trockenen Herbst- und Wintermonaten, um die jungen Triebe nicht zu schädigen. Auch der Schädlingsbefall wird dadurch vermieden.

Bambusparkett - die Herstellung

 

Die hohlen Rohre werden in Längsrichtung gespalten, in schmale Streifen gefräst und anschließend gekocht. Der enthaltene Zucker löst sich und bei der Trocknung entsteht die helle Naturfarbe. Werden die Lamellen vor dem Trocknen gedämpft, d.h. einer zusätzlichen Druck- und Hitzebehandlung unterzogen, karbonisiert der Zucker, die Lamellen erhalten den dunkleren Farbton. Die einzelnen Lamellen werden nach der thermischen Behandlung zu Platten gepresst, die als Grundlage für die Weiterverarbeitung dienen.